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Von Nikola Stojkovski

Japankäfer im Tessin: erkennen, was tun und den Garten schützen

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Überwachungsfalle für den Japankäfer des kantonalen Pflanzenschutzdienstes in einem Garten im Tessin

Seit einigen Sommern ist der Japankäfer (Popillia japonica) mit Nachdruck in die Tessiner Schlagzeilen geraten, und das nicht zu Unrecht: er ist eines der gefrässigsten und invasivsten Insekten, die kürzlich in die Schweiz gelangt sind. Da wir täglich an Rasenflächen und Gärten zwischen Sottoceneri und Locarnese arbeiten, fragen uns Kundinnen und Kunden immer häufiger, wie man ihn erkennt, ob sie sich um ihren Rasen sorgen müssen und was das Gesetz vorschreibt. In diesem Leitfaden fassen wir einfach die offiziellen Informationen des kantonalen Pflanzenschutzdienstes und das zusammen, was wir vor Ort beobachten. Für die geltenden Massnahmen und für Meldungen ist und bleibt der Pflanzenschutzdienst die offizielle Referenz.

Was ist der Japankäfer (Popillia japonica)?

Der Japankäfer ist ein aus Japan stammendes Insekt, das sich in Europa in den letzten Jahrzehnten rasch ausgebreitet hat. In der Schweiz wurde er 2017 erstmals im Mendrisiotto, ganz im Süden des Tessins, festgestellt und hat sich seither schrittweise nach Norden ausgedehnt; 2020 wurde der erste Befallsherd erklärt, und in den Folgejahren traten auch nördlich der Alpen neue Herde auf, in Kantonen wie Basel, Zürich und Wallis.

Es handelt sich um einen prioritären Quarantäneorganismus: sein Auftreten ist den Behörden zwingend zu melden, und die Bekämpfung wird auf Bundesebene durch die "Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung von Popillia japonica" des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) geregelt, die die Kantone Tessin, Wallis und Graubünden betrifft. Der Grund für so viel Aufmerksamkeit ist einfach: das Insekt ist äusserst gefrässig und ernährt sich von über 400 Pflanzenarten, was eine ernste Bedrohung für Landwirtschaft, Zierpflanzen und Umwelt darstellt.

Wie erkennt man den Japankäfer?

Der erwachsene Käfer ist etwa 8-12 mm lang, etwas kleiner als ein Fünfräppler. Kopf und Halsschild sind metallisch grün glänzend, die Deckflügel kupfer-bronzefarben. Das Detail, das ihn sicher von ähnlichen Insekten wie dem gewöhnlichen Maikäfer unterscheidet, sind die weissen Haarbüschel: fünf kleine Büschel an jeder Seite des Hinterleibs und zwei grössere am hinteren Ende. Die Käfer sind vor allem von Juni bis September aktiv und gut sichtbar.

  • Länge von etwa 8-12 mm, wie ein Fünfräppler
  • Kopf und Halsschild metallisch grün, Deckflügel kupfer-bronzefarben
  • Fünf weisse Haarbüschel an jeder Seite des Hinterleibs
  • Zwei grössere weisse Büschel am hinteren Ende
  • Käfer aktiv und sichtbar von Juni bis September

Die Larve hingegen lebt im Boden. Sie ist eine kleine, weissliche, C-förmig gekrümmte Made mit oranger Kopfkapsel und drei Beinpaaren und kann von wenigen Millimetern bis etwa 3 cm messen. Sie entwickelt sich von September bis Juni im Boden und ernährt sich von Wurzeln. Achtung: die Larve ähnelt stark jener des Maikäfers und anderer Käfer, und eine sichere Bestimmung ist nur im Labor mit einem Binokular möglich. Wenn Sie beim Graben im Garten verdächtige Larven finden, sollten Sie nicht alle zerstören, sondern einige zur Bestimmung aufbewahren, wie wir weiter unten erklären.

Welche Schäden verursacht er an Rasen und Garten?

Die Schäden kommen von zwei Seiten. Unter der Erde fressen die Engerlinge die Wurzeln der Rasenflächen: der Rasen vergilbt fleckenweise, verliert an Kraft und lässt sich im schlimmsten Fall in Soden anheben, weil er nicht mehr im Boden verankert ist. Es sind Symptome, die man leicht mit Trockenheit oder anderen Rasenproblemen verwechseln kann, die aber eine ganz bestimmte Ursache haben.

An der Oberfläche benagen die Käfer Blätter, Blüten und Früchte zahlreicher Pflanzen und reduzieren die Blätter oft auf ein feines Gerippe (Skelettierung). Zu den am stärksten betroffenen Pflanzen gehören Reben, Rosen, Obstbäume (Kirsche, Birne, Pfirsich, Pflaume), Beerenobst wie Himbeere und Heidelbeere, aber auch Linden, Ahorne und viele Zierpflanzen. In einem gepflegten Garten können die Schäden während des Sommerhöhepunkts innert weniger Tage sichtbar werden.

Wo kommt er im Tessin vor? Die aktuellen Zonen

Um das Insekt einzudämmen, ist das Gebiet in Zonen unterteilt. Gemäss der im Frühling 2026 aktualisierten Abgrenzung des Pflanzenschutzdienstes unterscheidet man im Tessin eine Befallszone (die am stärksten betroffene) und eine Pufferzone; faktisch gilt der Kanton nicht mehr als "befallsfreie Zone". Die Befallszone umfasst den Sottoceneri und einen grossen Teil des Sopraceneri, während die Pufferzone vor allem den Norden des Kantons betrifft.

Das bedeutet, dass ein grosser Teil der Gemeinden, in denen wir arbeiten, vom Mendrisiotto (Chiasso, Mendrisio, Novazzano) über das Luganese bis ins Locarnese, in die von Massnahmen betroffenen Zonen fällt. Die genaue Karte, Gemeinde für Gemeinde, wird regelmässig aktualisiert: um zu wissen, in welcher Zone Ihr Garten liegt, lohnt sich stets ein Blick auf die offizielle Karte auf der Website des Kantons, die Sie unter den Quellen am Ende des Artikels finden.

Um die Ausbreitung des Insekts zu verfolgen, stellt der Pflanzenschutzdienst zahlreiche Überwachungsfallen auf, wie jene auf dem Foto oben: Behälter mit einem Lockstoff, der die Käfer anzieht, gekennzeichnet mit dem Hinweis "Monitoraggio in corso" (Überwachung im Gange). 2026 ist die Zahl der in der Schweiz aufgestellten Fallen von einigen Hundert auf mehrere Tausend gestiegen, ein Zeichen dafür, wie stark die Überwachung intensiviert wurde. Wenn Sie in einem Park oder entlang einer Strasse auf eine solche Falle stossen, darf sie weder berührt noch verschoben werden: sie hilft den Fachleuten, das Vorkommen des Schädlings abzuschätzen.

Welche Regeln muss man im Garten und auf der Baustelle beachten?

Die Zonen sind nicht nur eine Information: sie bringen konkrete Pflichten mit sich, die verhindern sollen, dass das Insekt (vor allem die Engerlinge im Boden) von einem Gebiet ins andere verschleppt wird. Als täglich vor Ort tätiger Betrieb sind dies Regeln, die wir direkt bei unseren Arbeiten anwenden. Kurz zusammengefasst gilt in den von Massnahmen betroffenen Zonen:

  • Aushubmaterial: die ersten 30 cm ausgehobener Boden dürfen nicht aus der Befallszone hinaus oder von der Pufferzone in die befallsfreie Zone transportiert werden; vom 1. Oktober bis 31. Mai sind Ausnahmen möglich, die nach einer Bodenanalyse beim Pflanzenschutzdienst zu beantragen sind.
  • Schnittgut und Pflanzenmaterial: vom 1. Juni bis 30. September darf es nicht aus der Zone transportiert werden, ausser es ist auf maximal 5 cm zerkleinert oder behandelt, und der Transport muss in jedem Fall mit einem engmaschigen Tuch (maximal 5 mm) abgedeckt erfolgen.
  • Pflanzen mit Wurzeln in Erde, einschliesslich vorkultiviertem Rollrasen: das Verschieben ist verboten, ausser für Betriebe, die die vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen umsetzen.
  • Fahrzeuge und Geräte zur Bodenbearbeitung müssen von Erde und Pflanzenresten gereinigt werden, bevor sie die Befallszone verlassen.
  • Grünbetriebe müssen vom 1. Juni bis 30. September die Arbeitsbereiche auch im Umkreis von 50 m überwachen und jede Sichtung melden.

Sich an Fachleute zu wenden, die diese Vorschriften kennen und einhalten, vermeidet Fehler, die neben dem Risiko für den Garten auch zur Verbreitung des Schädlings beitragen können.

Was tun, wenn ich einen Japankäfer finde?

Wenn Sie einigermassen sicher sind, einen erwachsenen Japankäfer gefunden zu haben, empfiehlt der Pflanzenschutzdienst folgendes Vorgehen:

  • das Insekt fangen, ohne es entkommen zu lassen;
  • es töten, zum Beispiel im Gefrierfach, und in einem geschlossenen Behälter aufbewahren;
  • ein oder mehrere scharfe Fotos machen;
  • den Fund dem kantonalen Pflanzenschutzdienst über das entsprechende Online-Formular melden.

Bei verdächtigen Larven im Boden bewahren Sie einige in einem geschlossenen Glas auf: sie dienen der Bestimmung, da man sie von blossem Auge leicht mit anderen Käfern verwechselt. Anlaufstelle für Meldungen und Informationen ist der kantonale Pflanzenschutzdienst (Website ti.ch/coleottero-giapponese, Telefon 091 814 35 85). Die Mitarbeit von Garten- und Gemüsegartenbesitzern ist entscheidend, um neue Herde früh zu erkennen.

Wie können wir Ihnen helfen, den Garten zu schützen?

Es gibt kein wundersames "Do-it-yourself"-Mittel gegen den Japankäfer, aber ein regelmässig gepflegter Garten lässt sich viel leichter unter Kontrolle halten. Ein gesunder Rasen macht verdächtige Schadflecken durch Engerlinge sichtbarer; eine aufmerksame Pflege erlaubt es, skelettierte Blätter an Zierpflanzen früh zu bemerken; und ein korrekter Umgang mit Schnittgut und Resten reduziert, unter Einhaltung der Zonenregeln, das Risiko, das Insekt zu verschleppen.

Nikola Giardini e Figli SAGL führt Grünpflege, Rasenpflege und Gartenarbeiten im ganzen Kanton Tessin aus, vom Mendrisiotto über das Luganese bis ins Locarnese und in die Region des Lago Maggiore. Wir helfen Ihnen, Ihren Garten im Blick zu behalten, Erde und Schnittgut gemäss den geltenden Vorschriften korrekt zu handhaben und bei Bedarf einzugreifen. Für eine Besichtigung oder eine Offerte kontaktieren Sie uns.

Quellen